Erstellung eines Konzeptes für flexibles verteiltes Rechnen im Rennfahrzeug
- In der Automobilindustrie erlangt die elektronische Vernetzung einen immer größer werdenden Einfluss. Ein Fahrzeug ohne Hardware und entsprechende Softwarekomponenten ist aktuell nicht mehr denkbar. Im Motorsport kann die elektronische Datenverarbeitung zum Beispiel den Fahrer bei seinen Aufgaben unterstützen und entlasten und die Performance des Fahrzeugs steigern, außerdem können Änderungen am Setup des Fahrzeuges innerhalb kürzester Standzeiten oder teilweise auch während der Fahrt durchgeführt werden. Jedoch benötigt jede Software auch eine ausreichend dimensionierte Hardware, um ausgeführt zu werden. Des Weiteren wird versucht mit möglichst wenig und leichter Hardware unter maximaler Ausnutzung der Rechenleistung die gesamten notwendigen Softwarefunktionen verzögerungs- und fehlerfrei auszuführen. In dieser Arbeit wird die Grundlage der elektrischen / elektronischen Systeme für ein Rennfahrzeug geschaffen, flexibel die Funktionen der Software nach den Vorgaben des Entwicklers zu verteilen. Dabei wird das Ausgangssystem eines Rennfahrzeuges analysiert und auf Basis dieses Systems ein Konzept erstellt. Im Konzept werden die Punkte der Vernetzung zwischen den verschiedenen Steuergeräten betrachtet, die Rechenleistung erweitert, die Methoden zur Verteilung der Softwarefunktionen betrachtet und dabei auf das zeitkritische Verhalten von Signalen geachtet. Bei den Methoden wird im Anschluss ein Softwaretool entworfen, was mit den Daten der Systemanalyse einen gemeinsamen Schedule für die Echtzeitbetriebssysteme der Steuergeräte erzeugt. Dieses Softwaretool setzt auf die Optimierung, um den Schedule zu erstellen und nutzt dabei Solver, die im mehrdimensionalen Raum das Problem des Lastausgleiches lösen. Zusätzlich werden die Steuergeräte erweitert und vernetzt, dass für den Anwender die Arbeit mit diesen Steuergeräten als ein Steuergerät ermöglicht. Das erstellte System wird danach mit entsprechenden Tests auf gewissen Prüfständen evaluiert und auf die Anforderungen überprüft. Die daraus erfolgten Daten zeigen auf, dass das Konzept in der Realität umsetzbar ist und die Rechenkapazität des Rennfahrzeuges erhöht. Damit kann die Performance mit neuen Ideen für Softwarefunktionen gesteigert werden.
Author: | Christoph Sträche-Flegel |
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Advisor: | Rick VoßwinkelORCiD, Marco Beier |
Document Type: | Diploma Thesis |
Language: | German |
Name: | Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG Porscheplatz 1, 70435 Stuttgart |
Date of Publication (online): | 2024/02/29 |
Year of first Publication: | 2024 |
Publishing Institution: | Westsächsische Hochschule Zwickau |
Tag: | Echtzeitsystem; Motorsport; Optimierung; Software; vernetzte Hardware |
Page Number: | 157 |
Note: | Volltext gesperrt |
Faculty: | Westsächsische Hochschule Zwickau / Kraftfahrzeugtechnik |
Release Date: | 2024/05/22 |